Unser Verein

Geschichte des Clubs



Im Mai 1990 trafen sich auf Initiative von Bruno Dragone einige gleichgesinnte Hundeliebhaber und beschlossen, einen Hundeclub zu gründen. Mit 19 Anwesenden fand am 12. Juni 1990 die Gründerversammlung des Vereins statt, mit dem Ziel, etwas für das Image der Vierbeiner und deren Halter zu tun. Bruno Dragone lag es am Herzen, Rassehunde nicht zu Höchstleistungen zu trimmen, sondern Hundefreunden allgemein etwas mit auf den Weg zu geben und dabei auch die Kameradschaft untereinander zu fördern. Es wurde ein humorvoller Aufruf verfasst und an Hundebesitzer verteilt. Das Echo war erfreulich, und so wurden Statuten ausgearbeitet und zur ersten ausserordentlichen Generalversammlung eingeladen, die dann auch gleichzeitig die Gründungsversammlung war. Der Club der Hundefreunde Aarburg war nun offiziell genehmigt. 18 Hundefreunde waren bei der Vereinstaufe dabei.

Originaleinladung 1990 (Fundus Bruno Dragone):

Hallo Hundefreunde

Mein Name ist Cindy und ich bin eben 1 Jahr alt geworden. Obwohl ich „nur„ eine Bastard-Shelty-Mischung bin, finden Frauchen und Herrchen, ich sei der liebste und bravste Hund in Aarburg. Das stimmt aber sicher nicht. Denn auf vielen Spaziergängen habe ich selbst gesehen, dass es noch viele, schöne und ganz liebe Hunde in Aarburg gibt. Das ist wahr, wir haben uns schon oft beschnuppert. Ein Nachbar meines Herrchens hat einen Schäfer, der ist viel grösser als ich. Aber auch ein braver. Und dieser Nachbar hat eine gute Idee. Er findet, fast alle Dörfer um Aarburg herum haben einen Hundeclub. Nur Aarburg nicht! Seine Idee ist, dies zu ändern und Aarburg‘s Hunde einander näher zu bringen. Ich als Hund finde die Idee gut. Denn ich weiss, dass wir Vierbeiner nicht bei allen Einwohnern beliebt sind, weil einige von unserer Gattung die öffentlichen Anlagen unseres schönen Städtchens als Privattoilette missbrauchen und sich auch sonst manchmal daneben benehmen….(leider!) Es gäbe sicher dies und jenes zu bereden, zum Beispiel Dressuren, Spaziergänge, Hüten von Hunden usw. Sicher findet manches Frauchen und Herrchen die Idee auch gut. Um dies zu testen, sind alle Interessierten eingeladen zu einem unverbindlichen Treffen und zwanglosen Gespräch. Dann sieht man weiter!

Wann: Dienstag, 1. Mai etwa um 20 Uhr

Wo: Restaurant Bahnhof, Aarburg

Gute Ideen werden (ohne Honorar) gerne entgegengenommen.

Also auf Wiederbellen, eure Cindy



Zu einem Hundeclub gehört auch ein Trainingsplatz. Dessen Suche erwies sich als sehr schwierig. Im Juli 1990 durfte der Spiegelberg Aarburg als erster, provisorischer Übungsplatz an Montagabenden genutzt werden. Auf dem Platz kamen einfache, selbstgebaute Geräte zum Einsatz. Trainiert wurde die kleine Hundeschar von Sigi Högger, der leider 1991 infolge einer Krankheit viel zu jung verstarb. Schon bald einmal fühlten sich Anwohner beim Spiegelberg durch das Hundegebell gestört. Die Suche nach einem geeigneten Gelände erwies sich aber immer noch als sehr schwierig. Weder die Gemeinde noch angefragte Industriebetriebe mit Landreserven in Aarburg waren bereit, für einen Hundeclub Land zur Verfügung zu stellen.

1991 wandte sich der Club-Vorstand an die ARA, die endlich Hand zu einer Lösung bot. 1993 wurde dem Club seitens der ARA das Benützungsrecht für das an der ARA angrenzende Land erteilt. Durch das Pachten des rund 8‘000 m2 grossen Reservelandes hatte der Club nun das lang ersehnte Übungsgelände direkt an der Wigger und im Laufe der Jahre wurden vier wunderschöne Plätze eingerichtet. Durch Fronarbeit der Mitglieder und viel Kapitaleinsatz wurde die nötige Infrastruktur erstellt.

Über viele Jahre fand das interne Club-Training am Montagabend statt, dem sogenannten „Mäntigshöndele“. Mit steigendem Mitgliederbestand musste jedoch auch hier das Angebot laufend erweitert werden. So entstanden neue Trainings-Einheiten und -Kurse. Das „Mäntigshöndele" war somit die Basis von dem, was wir heute im Kursangebot haben.

1993

 

8‘000 m2 Reserveland werden von der ARA gepachtet. In Fronarbeit entstehen aus hügeligem, steinigem Ackerland drei eingezäunte Rasenplätze

1994

 

Ein alter Werkzeugschopf wird abgebaut und auf dem ersten Platz installiert, er dient als Geräteschopf.

1996

 

Ein Baugesuch zum Ausbau des Schopfes wird eingereicht und von der Gemeinde genehmigt. 

1997

 

Der Schopf wird mit beträchtlichem finanziellem Aufwand als Clubhaus ausgebaut. Ein WC mit Sicker-Schacht und –Leitungen werden erstellt. Beleuchtung und Frischwasserzuleitung wird installiert.

1998

 

10 Hundeboxen werden aufgestellt und ein Weiher mit Brücke soll als Trink- und Badeort für die Hunde dienen.

2001

 

Das Dach des Clubhauses wird undicht und muss zusammen mit der Clubhausfassade renoviert werden. Die Zäune von Platz 1 und 2 werden näher zur Strasse versetzt. Platz 3 und 4 sind wegen Renovationsarbeiten der ARA vorübergehend gesperrt.

2002

 

Ein Stromverteilkasten von der ARA bis zum Clubhaus wird aufgestellt. Der Sitzplatz vor dem Clubhaus wird erweitert und mit Platten verlegt, der Natur-Weiher für die Hunde muss betoniert werden, damit das Wasser klarer bleibt.

2003

 

Der Boden vom Clubhaus bricht ein. Hauspilz führt zum Abbruch des Clubhauses. An der ausserordentlichen GV wird ein neues Haus bewilligt. Es wird im gleichen Jahr mit dem Neuaufbau begonnen.

2004

 

Mit viel Eigenleistung nimmt das neue Clubhaus Formen an. Das Ziegeldach wird neu über das WC und den Schopfanteil gezogen. Der Umbau behindert die Clubaktivitäten, was zu einem Mitgliederschwund führt.

2005

 

Der Weiher wird zugeschüttet, da die Reinigung zu aufwändig ist und unsauberes Wasser die Gesundheit der Hunde gefährdet. Platz 3 und 4 sind wieder zugänglich, aber in einem schlechten Zustand. Es muss neu planiert, angesät und eingezäunt werden. Beleuchtungs-scheinwerfer werden installiert. Auf dem Platz 2 wird ein Unterstand für Agilitygeräte erstellt.

2006

 

Das Dach der Clubhausterrasse muss erneuert werden. Es wird erweitert und deckt neu den ganzen Sitzplatz.

2007

 

Ein Gartencheminée wird gekauft und vor der Terrasse aufgestellt.

2008

 

Anschaffung von Hundesport-Geräten, Reparaturen und Optimierung der Plätze.

2009

 

Neue Terrassenbestuhlung, ein neues Eingangstor Platz 1 und ein Kunstoffhaus sowie eine Box werden für den Welpenplatz angeschafft.

2010

 

Es wird eine Occasions-Fertiggarage gekauft. Sie soll bald schon als Geräteschopf dienen und Unterschlupf für die Rasenmäher bieten.

2011

 

Am 1.5.2011 fand der beliebte Plauschparcours statt. Mit dem Brunch für Daheimgebliebene, dem Plauschagility im September und dem Racletteabend im November ging ein ruhiges Jahr zu ende.

2012

 

Auch in diesem Jahr wurden vom Club die beliebten Anlässe wie Plauschparcours, Brunch, Plauschagility und Racletteabend durchgeführt. Im September gingen einige ambitionierte Clubmitglieder auf einen Wanderausflug.

2013

 

Am 5.5.2013 fand der wohl erfolgreichste Plauschparcours vom Club statt. 221 Teilnehmer konnten bei strahlendem Wetter einen abwechslungsreichen, interessanten Tag mit ihren Hunden geniessen. Nach dem Parcours konnten die Teilnehmer, im extra aufgestellten Festzelt feine Grilladen und Salate, welche von Mitgliedern zubereitet und gespendet wurden, geniessen. Die Festwirtschaft wurde wie immer von Elsbeth mit Ihren Helfern hervorragend geführt. Allen Helfern ein Dankeschön. Brunch, Plauschagility und Racletteabend wurden auch rege besucht.

2014/15  

 

Im Juni 2014 organisierte der Club für die Mitglieder einen kleinen Plauschparcours auf dem Platz zum vorgezogenen 25jährigen Jubiläum. Aufgrund der Wigger-Renaturierung konnte der Hundeclub keine grösseren Veranstaltungen durchführen. Die ganze Strasse wurde entlang der Hundeplätze aufgerissen. Das war zwar schade, aber das Endergebnis hat sehr viel mehr Parkplätze beschert. Die Plätze wurden neu eingezäunt, wobei ein sehr grosser Teil der Kosten, auf Geheiss von Herrn Schnyder, von der ARA übernommen wurde. Dazu wieder einmal mehr ein herzliches Dankeschön an die Adresse von Herrn Schnyder, hat er sich doch wieder einmal mehr für den Hundeclub eingesetzt. 

2016

 

Die Wiggerrenaturierung ist beendet, der Club konnte sein übliches Jahresprogramm wiederaufnehmen. Der Plauschparcours stand wieder auf der Liste. Aber es wurde zunehmend schwieriger genügend Helfer zu finden. Auch der Wettergott war kein «Hündeler», es war ein trüber, nasser Tag. Die anderen Veranstaltungen wie Brunch und Racletteabend wurden hingegen rege besucht.

2017

 

Ein weiterer Versuch mit dem Plauschparcours. Der allerdings noch mehr vom Wetterpech betroffen war als 2017. Es goss in Strömen, und zwar von Morgen bis zum Abend. Wurde dieser Anlass vor der Bauphase von vielen Leuten regelmässig besucht, nahmen nach der Zwangspause nur noch wenige daran teil. Es war allen klar, dass diese Veranstaltung in der gewohnten Form nicht mehr durgeführt werden würde.

2018

 

Von Markus Wyss, dem damaligen Obmann, wurde erstmals, anstelle des Plauschparcours ein Flohmarkt auf dem Platz organisiert. Es kamen etliche Besucher, trotzdem war der Erfolg unter den Erwartungen. Es war allen klar, dass der Club das Konzept noch verbessern musste.

2019

 

Im Februar, kurz vor der GV verstarb Markus Wyss. Der Präsident Ruedi Bügler, die Kassierin, Belinda Eble und die Beisitzerin & Stv. Obmann Sabine Zemp haben alle ihre Demission schon vor dem Todesfall bekannt gegeben. Es gab eine Riesenrochade im Vorstand. Der neue Vorstand hat beschlossen wieder einen Markt zu organisieren, nur diesmal einen Floh- und Warenmarkt. So konnten auch Händler ihre Waren anbieten und die Auswahl wurde viel grösser. Ein Parcours auf Platz 3 für Jedermann/Hund und ein Glücksspiel, das «Zwirbelen» rundete das Programm ab. Dieser Tag wurde ein voller Erfolg, für den Club, die Marktfahrer und die Besucher. Schnell war klar, dass der Floh- und Warenmarkt zukünftig fest ins Jahresprogramm aufgenommen wird.

2020

 

Corona ! viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Diesmal wurde der Club von einem Virus ausgebremst. Das 30-jährige Jubiläum des Clubs ist auch dem Virus zum Opfer gefallen.

2021/22                  

    

Zu Corona kam nun auch noch der Neubau von der ARA. Die Clubaktivitäten wurden sehr eingeschränkt. Zum einen wegen den Sanktionen des Bunds wegen Corona. Zum anderen wegen der riesigen Baustelle der ARA. Wir hatten fast keine Parkplätze mehr und das Übungsgelände wurde vorübergehend sehr eingeschränkt. Die ARA benötigt einen grossen Teil des Hundeplatzes für ein neues Klärverfahren. Es bleiben die Clubhütte und ein kleiner Teil der Wiese. Ein weiterer Hundeplatz wurde neu auf der anderen Wiggerseite eingerichtet. Die AEW Energie AG stellt verdankenswerterweise ihr Areal zur Verfügung.
Auch hier hat Herr Schnyder dem Hundeclub etliche Türen geöffnet.

Das Hundeclubgelände umfasst neu:
- Clubplatz Ost (ARA-Areal) mit Clubhütte und Platz 1
- Clubplatz West (AEW-Areal) mit Platz 2 und Platz 3


Vielen Dank an alle fleissigen Helfer. Ohne Euren Einsatz wäre der Hundeplatz und unser Club nicht zu dem geworden, wie er sich heute präsentiert.

Ein besonderer Dank für ihren grossen Einsatz bei der Schaffung unserer Infrastruktur geht an Renzo Brugnoli, Dora und Willi Dujts, Max Basler, Hermann Synnatzschke, Hansruedi Hess, Klaus Zaugg, Robert Bär und Urs Schenk.



Die Gesellschaftlichkeit wird auf und neben den Platzaktivitäten untereinander gepflegt. Während man früher Sauserbummel, Kegelabend, Chlaushöck oder Spaziergänge mit oder ohne Fackeln durchführte, sind es heute Brunch, Grillieren, Plauschparcours, Clubhöck, Racletteabend, Aufräumtage mit gemütlichem Abschlussessen, etc.
Viele engagierte Leiter geben ihr Wissen in internen und externen Kursen weiter. Der Club verfügt dank seinen vielen Aktivitäten über die nötigen finanziellen Mittel, um die Infrastruktur auszubauen und auf dem neusten Stand zu halten.
Dies kommt allen Mitgliedern, mittlerweile sind es über 300, zugute. Das Kursangebot wird ständig den neuen Bedürfnissen angepasst.